Mehrwegregion Berlin

Berlin ist eine Metropole: bunt, lebendig und vielfältig durch verschiedene kulturelle Einflüsse. Kaum eine Straße, in der es nicht ein Restaurant oder einen Imbiss gibt, auf jedem Bahnhof gibt es etwas zu Essen. Entsprechend bedeutend ist der Konsum von Takeaway-Essen.In Berlin werden jährlich ca. 170. 000 Essen-to go verkauft, hinzukommt das Essen an Döner- und Currywurstbuden. Das Ergebnis: stadtweit überquellende öffentliche Mülleimer mit Aluminium- und Styroporschalen vom Außerhaus-Essen. Dem will das Projekt etwas entgegensetzen. Mit drei Ansätzen wird in der Berliner Gastronomie mit nationalem und internationalem Speiseangebot die Einführung und Nachfrage von Mehrweg-Angeboten gefördert.

Individualsystem in der multikulturellen Gastronomie

In über 20 Betrieben soll modellhaft ermöglicht werden, dass von der Kundschaft mitgebrachte Mehrweggefäße befüllt werden. Dabei wird mit Betrieben mit nationalen und internationalen Speiseangeboten gearbeitet (z.B. asiatische, italienische, arabische Küche), um daraus unterschiedliche Best Practice-Beispiele zu entwickeln. Neben der Etablierung des Angebotes werden die Betriebe bei der Kund*innen-Kommunikation unterstützt, damit das Mehrweg-Angebot auch nachgefragt wird.

Behälterleihsysteme

Ergänzend zur Befüllung von Individualsystemen sollen in dieser Phase mit zehn Betriebe Behälterleihsysteme aufgebaut werden. Hierbei stellen die Gastronomiebetriebe ihrer Kundschaft Leihgefäße, evtl. gegen Pfand zur Verfügung. Nach Verzehr der Mahlzeiten werden die Gefäße wieder zurückgenommen. Denkbar ist auch, dass sich mehrere Betriebe in lokaler Nähe an einem gemeinsamen Leihsystem beteiligen. Auch hierfür werden die Betriebe bei der Bekanntmachung ihres Mehrweg-Angebotes durch das Projekt unterstützt.

Mehrweggefäße-Verleih für Lunchkonsument*innen

Zunehmend mehr Arbeitnehmer*innen bringen sich ihr Mittagessen nicht mehr von zuhause mit, sondern nutzen die vielfältigen Takeaway-Angebote. Oft hat sich ein fester Stamm von Gastronomiebetrieben in der Nähe der Arbeitsstätte herauskristallisiert, bei dem das Essen geholt wird. Die hier anfallenden Einwegverpackungen wären leicht zu vermeiden, wenn in der Firma gute Mehrweggefäße vorhanden wären. Hier gilt: einfach mal ausprobieren! Deshalb stellt das Projekt Arbeitgebenden, die mit ihrer Belegschaft individuelle Mehrweggefäße beim Lunch erproben möchten, Leihkisten mit verschiedenen Mehrweggefäßen zur Verfügung. Ob Pizza, Suppe oder Gericht mit Beilage: für alles ist etwas dabei. Weitere Informationen finden Sie hier.

Für die Einführung der hier beschriebenen Systeme suchen wir Betriebe, die Lust haben, Klima und Ressourcen zu schützen, Müll zu reduzieren und sich fit machen wollen für eine klimafreundliche Wirtschaftsweise.

Wir bieten Ihnen

  • kostenfreie Beratung zu Hygienefragen, Mehrweggefäßen und Pfandsystemen
  • kostenfreie Kurzschulungen für Sie und Ihr Verkaufspersonal
  • Unterstützung bei Ihrer Öffentlichkeitsarbeit und Kundenkommunikation sowie Entwicklung von Aktionen für Ihre Kundschaft
  • kostenfreie Bereitstellung von Materialien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit
  • Leihkisten mit diversen Mehrweggefäßen für Arbeitgebende mit Lunchkonsument*innen
Ratten To Go © Sophie Bengelsdorf

Ratten To Go © Sophie Bengelsdorf

Alle Termine und Spielorte finden Sie hier:
www.berlin-die-ratten-kommen.de
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Jede Menge Theater für Mehrweg in der Gastronomie

Für die erfolgreiche Einführung von Mehrweglösungen braucht es neben teilnehmenden und engagierten Gastronomiebetrieben auch eine gute Öffentlichkeitsarbeit: die Kundschaft sollte auf vielfältige Weise auf die Mehrwegangebote der Betriebe aufmerksam gemacht werden. Daher sind in Kooperation mit der Theater-Performance-Gruppe „Berlin, die Ratten kommen“ in den nächsten Wochen in verschiedenen Berliner Kiezen Auftritte der Gruppe geplant. Sie wird vor gastronomischen Betrieben, die mit der Kampagne kooperieren, der Kundschaft spielerisch Mehrweglösungen nahebringen.

Unter der Leitung von Andrea Bittermann setzt sich die Theater-Performance-Gruppe seit 2012 gegen die zunehmende Vermüllung der Stadt ein. Ihre interaktiven Aktionen im öffentlichen Raum regen zum Nachdenken über die Themen Müllvermeidung und -trennung an. Nun rückt ihre neue interaktive Performance „Ratten TO GO“ das Thema Einwegverpackungen und deren Vermeidung in den Fokus.

Interesse?

Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an!
Magdalena Adamczyk-Lewoczko
Tel. 030-308798-42
info@esseninmehrweg.de
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